Archiv für September 2009

Katherine River

Dienstag, 29. September 2009


Liebe Blog-Freunde, na wie gefällt euch unser Campingplätzchen unter Palmen? Da lässt sich’s leben, besonders nach einem guten Frühstück :) . Das Foto (vom Platz) ist um halb sieben Uhr morgens aufgenommen, bald danach geht die Sonne auf und heizt langsam, aber sicher, alles auf. Tagestemperatur heute um die 34 grad am Schatten. Für uns gerade richtig um eine Flussfahrt auf dem Katherine River zu machen. Die Landschaft ist grossartig, hohe Klippen entlang dem River. 38 Freshwater-Krokodile leben hier, gesehen haben wir keines. Die Krokis haben lieber ihre Ruhe und ziehen sich vor den Touristenbooten zurück. Auf der Tour mussten wir ein Stück zu Fuss gehen, weil grosse Steine im River die Durchfahrt verhindern. Ca. 400 m weiter flussaufwärts wartete ein anderes Boot auf uns.
Wieder an Land, lädt uns der River zu einem Bad ein. Oh, wie herrlich kühl und erfrischend!
P.S. Bin ich (E) nicht ein richtiger Tourist? Finde zwar ich sehe schon wie ein richtiger Aussi aus.

Mataranka Thermal Pool

Montag, 28. September 2009

Gut ausgeruht und gefrühstückt fahren wir um 8.15 Uhr los, weiterhin auf dem Stuart Highway, 200 km immer geradeaus. Wir kommen nach Mataranka, hier gibt es warme Thermalquellen und man kann im Pool jederzeit kostenlos baden – eine Wohltat nach einer langen Outback-Fahrt. Es tut richtig gut, das Wasser ist angenehm warm und sauber. Ein Blauflügel-Kokkaburra leistet uns dabei Gesellschaft, natürlich im sicheren Abstand auf dem Baum.

Auf einem kurzen Rundgang durch die Regenwaldanlage, sehen wir zwei Kangurus. Auf den Palmen wimmelt es von Fledermäusen. Anschliessend machen wir eine Kanufahrt auf dem River, wir sehen drei Freshwater-Krokodile und einen Goulds Waran. Es ist phantastisch, diese Tiere so hautnah zu erleben.

Gegen Abend kommen wir nach Katharine im Nitmiluk-Nationalpark, ca. 300 km vor Darwin. Wir sind auf einem wunderschönen Campingplatz und geniessen den milden Abend um draussen zu sitzen und den Grillen und Fröschen zuzuhören.

Devil’s Marbles, Stuart Highway

Sonntag, 27. September 2009

Die Fahrt geht weiter, bereits um 7.30 Uhr sind wir „on the road again”. Nach 100 km Stuart Highway erreichen wir die weltbekannten Devil’s Marbles. Der Mythologie der Aborigines zufolge rühren sie von der Regenbogenschlange her. Der nüchterne Wissenschaftler hingegen konstatiert nur eine Reihe von massigen Granitblöcken, die aufgrund von Erosionseinflüssen zu grossen Kugeln geformt wurden.

Wie auch immer, wir finden diese Naturattraktion einmalig und freuen uns, darin herumzugehen und hinaufzuklettern. Ein wenig Sport muss ja schliesslich sein J.

Bald schon fahren wir weiter, die Distanz von Alice Springs bis Darwin beträgt rund 1500 km. Unterwegs machen wir Mittagsrast und wechseln uns beim Fahren ab. Wir sehen viele Road Trains, das sind grosse Lastwagen mit bis zu drei Anhängern. Das ganze Gefährt darf max. 52,5m lang sein. Enrico ist ganz fasziniert von diesen Geschützen.

Um 17 Uhr erreichen wir das Dunmarra Roadhouse, wo wir über Nacht bleiben.

Cattlewater Pass, Barrow Creek Hotel

Sonntag, 27. September 2009


26.09.2009 
Heute früh werden wir vom „Lachenden Hans“ (Laughing Kookaburra) geweckt. Das ist ein Vogel und sein Schrei tönt wie das Lachen eines Menschen. Natur pur erleben wir hier. Nach einem guten Frühstück fahren wir die 40 km des Cap Tracks zurück (ohne Panne) und schlagen dann Richtung Stuart Highway ein. Der Weg führt über den Cattlewater Pass, 60 km 4WD-Piste vom Feinsten! Sage und schreibe 2,5 Stunden haben wir gebraucht für diese Strecke. Der Cap Treck von gestern war nur Vorschule. Der Camper ist rot gefärbt aber noch fahrtüchtig und wir, mit etwas trockenem Hals, wohlauf! Weiter geht’s dann über den Plenty Highway quer durch das Outback bis zum Stuart Highway. Ja und nun sind wir im Barrow Creek in der legendären Drinker Bank um mit einem Bier den Staub die Kehle hinunterzuspülen und die zahllosen Geldscheine an der Wand zu studieren. Die Uebernachtung auf dem Parkplatz, inklusive WC und Dusche (bitte nicht genau hinschauen) kostet 5 Dollar pro Nase. Northern Territory lässt grüssen :)

Cap Track 4WD, Romantik am Lagerfeuer

Sonntag, 27. September 2009

25.09.2009
Um halb sieben fuhren wir los in Richtung Arltunga. Arltunga ist eine ehemalige Goldgräberstadt, gegründet um 1900. 33 km Naturstrasse mit vielen Steigungen und Kurven, durch waldähnliche, fast idyllische Buschlandschaft führen uns zu der heutigen Geisterstadt. Es gibt ein Infocenter und kurze Rundwege zu historischen Gebäuden, alten Goldminen und weltverlorenen Friedhöfen. Früher gab es sogar ein Hotel Arltunga, das ist jedoch geschlossen. Nach der Besichtigung dieser historischen Stätte gings weiter ca. 40 km über Offroad-Strassen zum Ruby Gap Nature Park. Diese Strecke gehört zu den schönsten Allrad-Routen Cap Track) in Down Under, die Fahrt war sehr aufregend und forderte hohe Aufmerksamkeit und Konzentration vom Fahrer. Enrico hat dies meisterhaft bestanden J. Beim Ruby Gap angekommen, entschliessen wir uns zum campieren und über Nacht zu bleiben. Es gibt zwar keinen Campingplatz, aber das Campieren ist entlang des Hale River über eine Strecke von 9 km erlaubt. Wir halten Ausschau nach dem schönsten Platz und als Enrico im Sand eine elegante Wende fahren wollte ist es geschehnen – wir sassen fest!!! Nach einer Stunde Sand schaufeln und Steine schleppen (33° am Schatten), hatten wir wieder festen Boden unter den Rädern. Die Lehre daraus: vor dem Abbiegen im Sand, besser erst das Terrain sondieren. Aber wir werden belohnt! Weit ab von jeglichem Touristenrummel haben wir, für uns ganz alleine, einen wunderschönen Platz gefunden. Der Hale River ist zwar völlig ausgetrocknet aber unser Camper steht unter schönen Eukalyptusbäumen. Nur der Wind und die Vögel geben hier den Ton an. In der Regenzeit überflutet der Hale River und die ganze Ebene steht unter Wasser. Wir sind gut ausgerüstet mit Outdoor-Dusche und Freiluftküche. Mit einer Wanderung in der Abendsonne dem trockenen River entlang und einem romantischen Lagerfeuer schliessen wir den ereignisvollen Tag ab.

Campingleben

Donnerstag, 24. September 2009


Wir sind auf dem Campingplatz in Alice Springs. Tagsüber ist es sehr warm, nachts eher kühl. In der Nacht hat es unendlich viele Sternen am Himmel und der Mond leuchtet. In den Bäumen sitzen Papageien und plappern.

Es gibt immer etwas zu tun, die Zeit vergeht schnell. Den Haushalt auf kleinem Raum zu besorgen muss organisiert sein. Jedes Ding hat seinen Platz, sonst wird es schnell zu eng im Campi J. Nun ist alles wieder gewaschen, der Kühlschrank und der Tank gefüllt und die Bremsen gecheckt. Morgen fahren wir weiter Richtung East Mac Donnall Ranges.

Liebe Blog-Friends, wir freuen uns über eure Beiträge. Es ist schön, so verbunden zu sein mit euch.

Kings Canyon – Offroad im Outback

Mittwoch, 23. September 2009


Heute früh gings zum Kings Canyon, bereits um 05.45 Uhr machten wir uns auf den Weg. Der Kings Canyon im Watarrka Nationalpark ist ein 270 m tiefes, von fast senkrechten Felswänden begrenztes Tal, das der Kings Creek in jahrhundertlanger „Arbeit“ in den Sandstein gefressen hat. Das erste Stück der Wanderung auf den Canyonrand hinauf ist sehr steil, wegen der Hitze empfiehlt sich ein Aufstieg vor Sonnenaufgang. Dann führt uns ein wunderschöner Wanderweg durch bizarre Felsformationen. Es gibt auch eine Stelle – Garten of Eden – die ihrem Namen alle Ehre macht, eine Oase mit einer Wasserstelle, wo man sogar baden kann. Es ist phantastisch und wir geniessen die drei Stunden durch den Canyon sehr.

Anschliessend fahren wir Richtung Alice Springs via Hermannsburg, auf einer Offroad-Strecke, sage und schreibe 200 km. Da gibt es wirklich nicht viel mehr ausser Staub und rotem Sand. Trotzdem ist das Outback von einer wilden Schönheit und sehr faszinierend. Unterwegs treffen wir auf drei Esel, die sogar für ein Foto-Shooting bereit sind J.

Müde und durstig erreichen wir am Nachmittag den Campingplatz in Alice Springs.

Olgas – Kata Tjuta

Mittwoch, 23. September 2009


Bei der ganzen Euphorie über den Uluru sollte man die 32 km westlich gelegenen Kata Tjuta (Olgas) nicht vergessen. In dieser Ansammlung von 36 kleineren Monolithen sehen die Aborigines zu Stein gewordene Riesen. Die Kata Tjuta sind mindestens genau so schön wie der Uluru – davon haben wir uns selber überzeugt. Bei einer Wanderung, frühmorgens durch das „Valley of the Winds“, lassen wir uns hineinnehmen von der einmaligen Schönheit dieser Berglandschaft. Wir hoffen, dass ihr das auf den Bildern erahnen könnt.

Anschliessend machen wir uns auf die Fahrt zum Kings Canyon, ca. 280 km Richtung Norden. Am späteren Nachmittag erreichen wir den Campingplatz Kings Creek mitten im Outback. Nach einem guten Abendessen, gekocht in unserer Freiluftküche, geniessen wir einen wunderschönen Sonnenuntergang und einen fantastischen Sternenhimmel.

red, hot und stormy

Montag, 21. September 2009


Gesagt, getan! Nach einer kühlen Nacht sind wir heute früh um 05.15 Uhr aufgebrochen und mit uns ganze Touristenschwärme. Alle wollen den Sunrise bzw. Sunset am Uluru erleben. Sonnenaufgang war um 06.37 Uhr. Slowly steigt die Sonne zwischen den Bäumen am Horizont auf und beleuchtet den Monoliten. Hunderte von Kameras knipsen und blitzen. Wir haben einen guten Platz und können touristenfreie Bilder schiessen.

Anschliessend starten wir den Basewalk um den Uluru, da hat es dann nicht mehr so viele Leute ;) . Es sind rund 10 km, bei sehr stürmischen 27 grad. Von allen Seiten können wir den Ayers Rock bewundern. Auf zwei Seiten darf man nicht fotografieren, weil der Uluru eine heilige Stätte für die Aborigines ist.

Ja, das Frühaufstehen hat sich gelohnt! Beeindruckt und verschwitzt fahren wir auf den Campingplatz, wo wir eine kühle Dusche und ein feines Breakfast geniessen.

Alice Springs – Ayers Rock

Sonntag, 20. September 2009


Liebe Blog-Freunde, heute Sonntag melden wir uns von Ayers Rock. Wir sind auf dem Campingplatz, ca. 15 km vom Uluru entfernt. Es ist herrlich warm mit 35°, gut haben wir Klimaanlage in unserem Bushcamper. Die erste Nacht haben wir gut geschlafen und wir fühlen uns wohl in unserer kleinen, fahrbaren Wohnung (auch ohne WC) ;) .

Der Flug von Cairns nach Alice Springs gestern ist gut verlaufen, die Camperübernahme mit Einkaufen, Tanken etc. war sehr mühsam und forderte Geduld. Heute morgen sind wir dann gestartet, Distanz Alice Springs bis Ayers Rock fast 500 km. Die Fahrt ging durch eine rotbraune, trockene Landschaft. Immer wieder Hügelzüge, kleine Bäume, und buschartige Grasbüschel, wunderschöne Farben und ein spannender Wolkenhimmel erfreuten uns.

Der Ayers Rock ist prächtig und wirkt magisch. Majestätisch ragt er in den Himmel und zieht die Menschen in seinen Bann. Die Schönheit dieses gewaltigen Felsens ist nur schwer beschreibbar, man muss ihn selber gesehen haben!

Für morgen früh (5 Uhr) haben wir einen „Walkaround“ um den Uluru geplant. Wir hoffen, dass wir schöne Fotos vom Sonnenaufgang machen können.