Tourist Drive

23. Oktober 2009


22.10.2009 Die Brandung von der nahen Küste weckt uns sanft aus dem Schlaf. Nach einem kurzen Marsch dem Strand entlang, nehmen wir Abschied von unserem romantischen Plätzchen am Bottle Bay und fahren die Sandpiste retour. Es geht ganz gut, auch beim 4WD-Fahren gilt, Uebung macht den Meister! Beim „Peron Heritage Precinct“ legen wir eine Pause ein für ein Morgenbad im 44 grad heissen Wasserpot. Das tut gut und bringt uns in Schwung. Nach einem feinen Frühstück in Denham sind wir bald flott unterwegs Richtung Overlander Roudhouse und dann weiter Richtung Kalbarri Nationalpark. Insgesamt sind es etwa 350 km die wir heute unter die Räder nehmen. Die Landschaft verändert sich von trockener Bushlandschaft zu blühendem Wildflower Wonderland. Von Ende Juni bis Ende November dauert diese Zeit der Wildflower Saison. Es ist wunderschön, durch diese herrlich blühende Bushlandschaft zu fahren. Wir geniessen den Ausblick von„Ross Graham“ und „Hawks Head“ in die Riverschlucht. Am späteren Nachmittag treffen wir in Kalbarri ein und sind nun für zwei Nächte auf dem Campingplatz am Murchison River.

Cape Peron

22. Oktober 2009


Gegen halb elf Uhr brechen wir von Monkey Mia auf. Wir wollen noch bis ans Cap Peron fahren, das ist der nördlichste Zipfel dieser Halbinsel und zugleich Nationalpark. Der „Francois Peron National Park“ ist nur per Allradfahrzeug zu erkunden und Heimat seltener, teils wieder ausgesetzter Beuteltiere. Der Weg führt 50 km über eine rote Sandpiste, stellenweise können wir nur im kleinsten Gang fahren, da der Sand recht tief und weich ist.
Nach einer guten Stunde Fahrzeit, in der Fahrer und Motor kommen ins Schwitzen, erreichen wir das Cap. Wir machen uns auf zu einem zweistündigen Fussmarsch und werden reich belohnt. Wir sehen sehr schöne Pflanzen, und faszinierende Tiere auf dem Land und im Wasser. Es ist herrlich, dies zu entdecken und zu beobachten.
Nun sind wir, in der Nähe des Caps, am Bottle Bay, da kochen, essen und übernachten wir und geniessen nochmals ein Bushcamping nahe am Meer.

Delphinfütterung

22. Oktober 2009

Enrico ist ein wahrer Delphinfan. Darum hat er nochmals Zeit und Geduld eingesetzt und auf die schönen Fische gewartet, auf die er sich schon so lange gefreut hat. Um 09.15 Uhr kommen die Delphine an den Strand. Es hat sich gelohnt, seht selber die faszinierenden Bilder ;) .

Dolphins and more

21. Oktober 2009


20.10.2009
Heute können wir etwas länger schlafen, die Delphine kommen meist so um halb acht an den Strand. Wir stehen, zusammen mit allen anderen Touristen, pünktlich bereit. Wie schön, dass sich diese herrlichen Meeresbewohner nicht manipulieren lassen. Heute kommen sie um Viertel nach acht, gestern sei es halb zehn gewesen, erzählt uns eine Frau. Es gibt auch Tage, an denen sie nicht erscheinen. Insgesamt zählen wir acht Delphine. Es ist phantastisch, wie elegant sie sich bewegen und ganz nahe zu den, im Wasser stehenden Menschen, schwimmen. Die Delphine bekommen Fische gefüttert, die sie sanft aus der Hand von Kindern nehmen. Wir haben den Eindruck, dass diese intelligenten Wesen Freude haben, die Menschen zu beglücken aber nicht auf sie angewiesen sind. Das ist schön!
Am Nachmittag machen wir nochmals einen Ausflug mit dem Katamaran. Herrliches Wetter, blauer Himmel und sehr warm. Wir segeln zu den Seegrasbänken, um Dugongs zu beobachten. Die Seekühe sind ca. 300-400 kg schwer, ca. 3 m lang und fressen ca. 60 kg Seegras pro Tag. Ihre natürlichen Feinde sind die Haie. Vor allem die Kleintiere sind gefährdet und nur etwa 50 % überleben. Die Dugongs sind sehr scheu, es ist nicht einfach sie zu fotografieren. Wir haben’s versucht! Erkennt ihr sie auf den Fotos?

Shark Bay

21. Oktober 2009


19.10.2009.
Gut geschlafen und gefrühstückt brechen wir um 07.15 Uhr auf. Carnarvon ist eine sehr fruchtbare Gegend. 10 Meilen entlang des Gascoyne Rivers werden verschiedene Plantagen angebaut mit Bananen, Mangos, Bohnen, Tomaten, Melonen, Grapefruits, Zitronen und anderen tropischen Früchten. Die Plantagen werden bewässert mit dem Wasser aus dem River. Die Grapefruits haben wir probiert und sie schmecken wirklich ausgezeichnet.
Wir fahren ca. 200 km auf dem Highway und biegen beim Overlander Roadhouse Richtung Shark Bay ab. Shark Bay ist eine Halbinsel und „World Heritage Area“ (UNESCO-Weltnaturerbe). Das bedeutet, dass die Land- und auch die Meerzonen unter Naturschutz stehen und als besonders schön gelten. Sie repräsentieren etwas vom Schönsten, was die Erde zu bieten hat. Wir sehen den traumhaft schönen, endlos langen Shell Beach, dessen Strand, wellenartig verläuft und aus Milliarden kleinen Muscheln besteht. Das Licht über dem Wasser bis an den Horizont ist sehr reizvoll und faszinierend.
Vom Aussichtspunkt Eagle Bluff blicken wir auf den Indischen Ozean, der hier die weltweit grösste Seegrasfläche beherbergt, Lebensraum von etwa 10000 Dugongs (Seekühen), Meeresschildkröten, Rochen, Seeschlangen, Walen und vielen anderen Meerestieren.
Wir fahren nach Monkey Mia auf den Campingplatz. Hier werden jeden Morgen die Delphine gefüttert und erfreuen die Touristen. Da wir erst am Nachmittag ankommen, reicht die Zeit noch für eine Sunset Segelfahrt mit dem Katamaran. Trotz des wolkigen Himmels dürfen wir einen weiteren, wunderschönen Sonnenuntergang geniessen.

King Waves

19. Oktober 2009


18.10.2009

Die zwei Tage in Coral Bay haben wir sehr genossen, das Ausruhen hat gut getan. Heute Sonntag geht die Fahrt weiter Richtung Perth. Wir starten um 09.00 Uhr und entschliessen uns, noch einen Abstecher nach Quobba zu unternehmen. (Abstecher nach australischen Verhältnissen sind nicht mit Schweizer Abstechern zu vergleichen, hier dauert alles etwas länger :) )
Wir fahren also die rund 60 km ab vom HighwayRichtung Indischer Ozean. Unterwegs sehen wir Emu’s und schon bald erblicken wir den schönen Leuchtturm auf einer Anhöhe. Am Ziel angekommen gehen wir zu Fuss über eine felsige grosse Platte. Riesige Wellen, King Waves, überschlagen sich vor den hohen Klippen. Das Wasser kommt teilweise bis über den Klippenrand hinauf. An einer Stelle ist ein Loch im Felsen. Kräftige Wassermassen stossen durch dieses Loch eine Wasserfontäne von ungefähr 20 m in die Höhe. Es tönt, wie wenn ein riesiger Walfisch das Wasser ausbläst. Wir sind sehr beeindruckt und müssen aufpassen, dass wir nicht nass werden von der Gischt. Je nach Wasserstand kann es gefährlich sein, auf diesen Felsen zu stehen. Der Abstecher hat sich auf jeden Fall gelohnt.
Wir rollen weiter bis nach Carnarvon und bleiben über Nacht auf einem Campingplatz.
Zum Trinkwasser:
auf dem Campingplatz in Coral Bay wird Wasser von 900m Tiefe hochgepumpt. Dieses hat dann eine Temperatur von 60 Grad und muss dann abgekühlt werden, wie uns ein netter Mitarbeiter erklärte. Da waren die Duschen herrlich heiss, die Temperatur kann in der Nacht auf 14 Grad sinken.
Damit will ich sagen, dass es hier alles gibt ausser Frischwasser. Darum sind auch immer Hinweise zu sehen, die zum Wassersparen auffordern.

Glass Bottom Boat Tour

17. Oktober 2009

17.10.2009. Unser Tag beginnt um 06.30 Uhr mit einem ausgedehnten Walking bzw. Jogging am Strand. Die Temperatur beträgt angenehme 24 grad. Der Strand ist flach und das Wasser glasklar. Viele Fische, zum Teil bis 50 cm gross, schwimmen bis ans Ufer. Wir sehen Manta Rochen und kleine blaue Fischlein. Der Sand ist sehr fein und hellbraun. Stellenweise hat es dunkelgraue, flache und dann wieder spitzige Steine. Dahinter erheben sich Sanddünen mit grünen Grasbüscheln bewachsen. Wenn man über das Wasser schaut, reicht die Farbpalette von hellblau zu türkisblau über dunkelblau bis smaragdgrün. Es ist herrlich. Nach der sportlichen Betätigung, inklusive Schwimmen im Meer, schmeckt das Frühstück doppelt gut.
Ein besonderes Highlight ist der Ausflug mit dem Glass Bottom Boat. Wir fahren über eine fantastische Korallenlandschaft mit bunten grossen und kleinen Fischen, grossen Schildkröten, ja wir sehen sogar einen Delphin. Es ist unbeschreiblich schön! Dann gehen wir selber ins Wasser, ausgestattet mit Flossen und Schnorcheln und bestaunen dieses phantastische Unterwasserparadies. Wir schwimmen mit hunderten von Fischen, umkreisen eine Schildkröte und entdecken einen grossen Krebs. Das Wasser ist angenehm frisch aber länger als eine halbe Stunde schnorcheln gibt eine Gänsehaut und kalte Füsse. Wieder auf dem trockenen Boot, wärmt uns heisser Tee und Kuchen auf.
Auch die Sonnenuntergänge sind immer wieder grossartig. Ja, wir werden hier richtig verwöhnt. Wie schön, wir haben noch fast drei Wochen vor uns!

Coral Bay

17. Oktober 2009

16.10.2009
Für den Sunset in Niraloo hatten wir Logenplätze auf warmen Sanddünen. Ja, das war schön und wir durften das Spektakel ganz alleine geniessen.
Der neue Tag begrüsst uns eher kühl und neblig. Der Sand ist feucht aber die Sonne scheint und bald schon wird es wärmer. Wir verlassen unser einsames Plätzchen und fahren die 34 km Schotterpiste zurück bis auf den Highway. Nebelschleier verhüllen die grüne Bushlandschaft geheimnisvoll und taucht sie in ein diffuses Licht. Es ist wunderschön und wir begegnen Schafherden, Ziegenherden und vielen Kängurus.
Unsere Fahrt ist heute eher kurz und endet in Coral Bay, einem reizenden Ort direkt am flachen Sandstrand. Hier, am Ningaloo Marine Park, gibt es ein über 260 km langes Riff mit fantastischen Korallenformationen, die teilweise nur 200 m vom Strand entfernt sind. Berühmteste Bewohner des Riffs sind die Walhaie, die grössten Fische der Welt.
Wir geniessen erstmal etwas Ruhe und Erholung, die lange Fahrerei ist nicht ohne. Ein gemütlicher Nachmittag am Strand ist da genau das richtige.
 

Weites Land

16. Oktober 2009

14./15.10.2009
Nach einem Morgenspaziergang am Muschelstrand brechen wir auf von Wallal Dows. Die Fahrt geht über Port Hedland, das wir am Mittag erreichen. Port Hedland ist der grösste Industriehafen in West-Australien. Die ganze Stadt ist mit einer roten Staubschicht überzogen. Nach einer kurzen Rast und Internetaktualisierung fahren wir weiter bis nach Dampier und übernachten dort auf dem Transitcamping beim Hafen. Das waren harte 450 km. In Karratha, dem einzigen grösseren Ort in weiter Region, füllen wir unseren Kühlschrank auf und fahren weiter. Die Strasse schlängelt sich durch hügeliges, trockenes, rot/gelb/grünes Bushgebiet. Dann wechselt es wieder in offenes, flaches, weites Land. Die weiss, gelb und lila blühenden Pflanzen erfreuen uns und sind sehr schön im heissen Bushland. Durch das lange Fahren wird man schläfrig, so wechseln wir uns ab. So ca. alle 200 km kommt ein Roadhouse, da gibt es eine Pause zum Diesel tanken oder Kaffee trinken. Da treffen sich dann alle Driver wieder. In Down Under ist fast alles anders wie gewohnt, aber wenn man die eigenen Vorstellungen los lässt, wird man reichlich belohnt. Nach 500 km Great North West Costal Highway und einer 34 km langen Schotterpiste sind wir nun in Ningaloo. Hier sind wir hinter Sanddünen ganz nahe am Strand. Ganz alleine geniessen wir den freien Nachmittag und freuen uns auf einen phantastischen Sonnenuntergang. Liebe Blog-Freunde, an dieser Stelle wieder mal ein herzliches Dankeschön für eure Beiträge. Das sind super Aufsteller für uns. Im Gegenzug schieben wir euch etwas australische Sonne und Wärme rüber. Hier hats’s genug für alle :) .

sun and fire

14. Oktober 2009


13.10.2009
Mit einem wunderschönen Sunrise über dem indischen Ozean begrüsst uns der neue Tag. Bald heisst es Abschied nehmen von Broome. Noch ein kurzer Abstecher zum Bird Observatory, wo viele Vögel, kleine Fische und Krebslein sich tummeln im Wattenmeer. Dann wollen wir weiterfahren aber ein Bushfeuer verhindert den Strassenverkehr. Nach ca. drei Stunden hat die Feuerwehr, mit einem Gegenfeuer, das Feuer unter Kontrolle gebracht und wir können die abgebrannte Landschaft passieren. Die Frage – warum dieses Feuer ausgebrochen ist – bleibt offen.
Dann geht’s 280 km geradeaus über den Great Northern Highway bis nach Wallal Downs. Die Landschaft verändert sich von offener weiter Ebene mit grossen Rinderherden über grüngrauen Bush zu roter Erde. Gegen Abend erreichen wir einen Campingplatz am Eighty Mile Beach (128 km Sandstrand!), ein Paradies für Strandspaziergänger und Muschelsucher. Baden ist nicht empfehlenswert, anscheinend ist es zu gefährlich. Mit einem bezaubernden Sunset verabschiedet sich ein weiterer herrlicher Tag auf unserer grossen Reise.