Archiv für den 12. Oktober 2009

Von Derby nach Broome

Montag, 12. Oktober 2009

11.10.2009
Gut geschlafen und wieder munter starten wir um 06.30 Uhr. Es sind noch ca. 150 km bis Derby. Wir freuen uns auf ein Strandcafé, wo man gemütlich unter dem Sonnenschirm die schöne Aussicht geniessen kann. Wir treffen auf ein verschlafenes Städtchen (Strandcafé geschlossen) jedoch einer Tankstelle, wo wir Diesel tanken und uns einen frischen Fruchtsalat gönnen. Auch in Derby gibt es einen Boab (Affenbrotbaum), der früher als Gefängnis für Aborigines missbraucht wurde. Heute ist es eine Touristenattraktion. Erwähnenswert ist, dass Derby die zweithöchste Flut der Welt hat, der Unterschied zwischen Ebbe und Flut beträgt 11,8m. Die weltweit höchste Flut von 14m ist am Bay of Fundy in Nova Scotia in Canada.
Jetzt sind es noch ca. 180 km nach Broome. Wir kommen flott voran, die Strasse ist meistens geteert. Gegen Mittag treffen wir in der schönen Kleinstadt Broome ein (ca. 14’700 Einwohner), die sich noch ein Flair von Hippiekultur erhalten hat. Die bunt gemischte Bevölkerung, die nostalgischen Holz- und Wellblechbauten und die tropische Natur tragen zum Zauber des Ortes bei.
Uns gefällt es auf Anhieb hier und wir sind glücklich auf einem schönen Campingplatz, 50m vor dem Strand und wunderbarem Blick auf’s Meer.

Wilder Westen

Montag, 12. Oktober 2009

10.10.2009
Wieder stehen wir mit der Sonne um 5.15 Uhr auf und weiter geht die Reise auf der Holperpiste. Da kein Wind weht, bleibt der Staub lange auf der Strasse stehen und trocknet den Hals aus. Heute früh sehen wir viele Kängurus, die über die Strasse hüpfen. Zum Fotografieren reicht es meistens nicht, die Kängis sind zu schnell. Da machen es uns die Rinder einfacher, gerne bleiben sie für ein Föteli stehen. Nach ca. zwei Stunden erreichen wir Bell Gorge, da wird erst einmal gefrühstückt. Dann geht’s zu Fuss über Stock und Stein zu einem phantastischen Rockpool mit Wasserfall. Ja, das Schwitzen hat sich gelohnt und wir kühlen uns ab im frischen Wasser.
Gegen Mittag fahren wir weiter, die Landschaft ist von wilder Schönheit, die Temperatur gegen 40 grad im Schatten. Schwarze Felsmassive, rote Strasse, grüne Bäume und blauer Himmel. Nach weiteren 2-3 Stunden Fahrt erreichen wir die Windjana Gorge. Diese Schlucht liegt ca. 140 km östlich von Derby und bietet spektakuläre Kalksteinabbrüche. Wir machen einen Spaziergang in der Schlucht und fahren dann weiter zum Tunnel Creek. Auf dem Weg sehen wir das schwarze Felsmassiv „Queen Victoria Head“.|
Der 12m hohe und 750m lange Tunnel Creek wurde von einem Fluss in die Napier Range gegraben und kann, mit einer Taschenlampe durchwandert werden. Es ist sehr eindrücklich.
Da es schon Abend wird und die Sonne früh schlafen geht, beschliessen wir, im Bush zu übernachten. Müde und voller Eindrücke schliessen wir den Tag ab.

Gibb River Road

Montag, 12. Oktober 2009

9.10.2009
Morgenstund hat Gold im Mund, bei den heissen Temperaturen hier, bewährt sich dieses Sprichwort. Früh um sechs Uhr brechen wir auf und sind schon bald flott unterwegs auf der Gibb River Road. Die Schotterstrasse führt mitten durch die Kimberley. Die Kimberley gehört zu den letzten grossen, fast unberührten Wildnisgebieten Australiens. Die in der Regenzeit reissenden Flüsse haben tiefe Schluchten in die uralten Kalksteinformationen gegraben. Wir sind fasziniert von der Schönheit dieser Gegend, immer wieder sehen wir Rinder, auch mal ein Kanguruh und viele bunte Vögel.
Bei Ellenbrae machen wir Mittagsrast und treffen auf ein kleines Paradies mitten in der Wildnis. Ein schattiges Plätzchen unter Palmen und Bananen lädt zum Verweilen ein. Frisch gestärkt fahren wir weiter bis zum Mt. Barnett Roadhouse (insgesamt 400 km Offroad!). Hier gibt es einen kleinen Campingplatz mitten im Bush. Ganz in der Nähe ist Manning Gorge mit einem Naturpool, da freuen wir uns ins kühle Wasser zu springen und beim Sonnenuntergang ein erfrischendes swimming zu machen. Die Sonne geht hier bereits um 18 Uhr unter und es ist sehr schnell dunkel. Das Bushcamping ist etwas ganz Besonderes und wir geniessen bei noch fast 30 grad das Essen am Bushfeuer.

Kununurra

Montag, 12. Oktober 2009

8.10.2009
Auf dem Weg von Wyndham nach Kununurra haben wir den Prison Tree besucht. Im Stamm dieses stattlichen Baobs wurden früher Gefangene festgehalten, wenn die Zeit nicht mehr reichte um die nächste Stadt zu erreichen. Der Weg zu diesem Bau führt über eine 22 km lange 4WD Strecke. In der Nähe kann man auch Aborigines Rock Art bestaunen. Wir staunten vor allem über die Schönheit der Natur, die leuchtenden Farben sind immer wieder eine Augenweide.|
Eigentlich wollten wir heute ein Stück weit auf der Gibb River Road (ganze Strecke ca. 700 km) durch die Kimberley fahren, weiter westwärts Richtung Broome. Aber manchmal kommt es halt anders.
Weil die Profile der beiden vorderen Pneus von Anfang an relativ schlecht waren, sind wir in Kununurra in die Garage gefahren. Das ist ein Abenteuer für sich, viel Geduld und Zeit sind da gefragt. Weil wir ja einen Mietwagen haben, muss das zuerst mit Apollo abgesprochen sein. Schlussendlich hat es geklappt und unser Camper ist bestens ausgerüstet mit zwei nigelnagelneuen Pneus vorne.
So sind wir noch eine Nacht in Kununurra auf dem Stadt-Campingplatz und nehmen morgen früh die Gibb River Road unter die Räder.